Ölpest

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Obama wütend auf BP

Samstag, Juni 12th, 2010

Obama wirft dem Ölkonzern BP vor, dass sie nicht genug für die Bekämpfung der Ölpest unternehme. Inzwischen hat die Ölpest sogar schon die Küste von Texas erreicht.

Die eingesetzte Chemikalie, die BP zur Bekämpfung der Ölpest verwendet hat, macht das Öl nur unsichtbar, die Auswirkungen auf das Ökosystem sind jedoch keinesfalls absehbar. Auch ist es bis heute noch nicht erfolgreich gelungen das Leck zu stopfen. Es fließt nach wie vor eine große Menge Öl ins Meer, wahrscheinlich viel mehr als vermutet.

Der große britische Energiekonzern BP beteuert dagegen, dass ihn die Ölkatastrophe bislang 1,25 Milliarden Dollar gekostet hätte. Es seien etwa 37.000 Entschädigungsforderungen eingegangen, teilte das Unternehmen bei der letzten Pressekonferenz mit. Es seien Forderungen in Höhe von 48 Millionen Dollar erfüllt worden, nachdem Obama den Ölkonzern aufgefordert hatte bei den Zahlungen an die Betroffenen an der US-Südküste nicht zu knausern.

Mithilfe einer neuen Methode, für die ein Trichter über die abgeschnittene Steigleitung des Bohrlochs gestülpt worden war, konnte zwar einiges an Öl abgefangen werden, wie viel jedoch weiterhin ins Meer fließt weiß niemand.
Außerdem bohrt BP weitere Entlastungslöcher, die den Druck auf das Bohrloch verringern sollen, diese sollen aber erst im August fertig werden.

Der ganze Aufwand, mit den vergeblichen Versuchen BPs die Katastrophe zu stoppen, wäre vermeidbar gewesen, wenn der Konzern von vornherein gewisse Sicherheitsmaßnahmen eingehalten hätte. Diese sind in anderen Ländern schon längst Pflicht. Jetzt wissen sie nicht mehr weiter, aber es scheint ihnen egal zu sein, schließlich verdienen sie sehr viel Geld mit ihrem Öl. Und Geld zählt für sie mehr als Leben und Natur.

Bislang größte Ölkatastrophe

Dienstag, Mai 4th, 2010

Die vielleicht bislang größte Ölkatastrophe im Golf von Mexico, deren Folgen noch lange nicht absehbar sind, lässt nicht nur Umweltschützer vor Sorge verzweifeln.

Die Ölkatastrophe, verursacht durch ein Leck auf der BP-Bohrinsel im Golf von Mexico, nimmt Ausmaße an, die mit keiner vorangegangenen Ölpest zu vergleichen sind. Aus der gesunkenen Plattform laufen schätzungsweise immer noch täglich 800 000 Liter Öl ins Meer.
Der Ölteppich erstreckt sich inzwischen über 10 000 Quadratkilometer, das entspricht einer Fläche, die halb so groß wie das Bundesland Hessen ist.

Die Golfküste der USA ist von einer der größten Umweltkatastrophen, die es je gegeben hat, bedroht.

Vor allem das stürmische Wetter, erschweren die Bemühungen die Ölpest einzudämmen. Der Ölfilm hat bereits Louisiana erreicht. Für die am stärksten betroffenen Gebiete im Golf von Mexico wurde von der US-Regierung ein Fischfang-Verbot verhängt, was für die dortigen Fischer erhebliche finanzielle Verluste bedeutet. Voraussichtlich werden Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe entstehen.

Der Chef des Ölkonzerns BP hat zwar zugesichert, die Kosten zu übernehmen, allerdings kann nicht alles mit Geld ausgeglichen werden.

Die Tier- und Pflanzenwelt, die durch die Ölpest zerstört wird, ist unwiderruflich vernichtet. Viel wichtiger wäre es, die Sicherheitsvorkehrungen besser zu kontrollieren und strengere Auflagen für die Ölkonzerne zu erlassen.