Obama wirft dem Ölkonzern BP vor, dass sie nicht genug für die Bekämpfung der Ölpest unternehme. Inzwischen hat die Ölpest sogar schon die Küste von Texas erreicht.
Die eingesetzte Chemikalie, die BP zur Bekämpfung der Ölpest verwendet hat, macht das Öl nur unsichtbar, die Auswirkungen auf das Ökosystem sind jedoch keinesfalls absehbar. Auch ist es bis heute noch nicht erfolgreich gelungen das Leck zu stopfen. Es fließt nach wie vor eine große Menge Öl ins Meer, wahrscheinlich viel mehr als vermutet.
Der große britische Energiekonzern BP beteuert dagegen, dass ihn die Ölkatastrophe bislang 1,25 Milliarden Dollar gekostet hätte. Es seien etwa 37.000 Entschädigungsforderungen eingegangen, teilte das Unternehmen bei der letzten Pressekonferenz mit. Es seien Forderungen in Höhe von 48 Millionen Dollar erfüllt worden, nachdem Obama den Ölkonzern aufgefordert hatte bei den Zahlungen an die Betroffenen an der US-Südküste nicht zu knausern.
Mithilfe einer neuen Methode, für die ein Trichter über die abgeschnittene Steigleitung des Bohrlochs gestülpt worden war, konnte zwar einiges an Öl abgefangen werden, wie viel jedoch weiterhin ins Meer fließt weiß niemand.
Außerdem bohrt BP weitere Entlastungslöcher, die den Druck auf das Bohrloch verringern sollen, diese sollen aber erst im August fertig werden.
Der ganze Aufwand, mit den vergeblichen Versuchen BPs die Katastrophe zu stoppen, wäre vermeidbar gewesen, wenn der Konzern von vornherein gewisse Sicherheitsmaßnahmen eingehalten hätte. Diese sind in anderen Ländern schon längst Pflicht. Jetzt wissen sie nicht mehr weiter, aber es scheint ihnen egal zu sein, schließlich verdienen sie sehr viel Geld mit ihrem Öl. Und Geld zählt für sie mehr als Leben und Natur.