Vor einem Jahr fand das verheerende Unglück auf der Ölplattform Deepwater Horizon statt. Die Folgen sind bis heute nicht absehbar.
Bei der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon vor einem Jahr starben elf Arbeiter und 780 Millionen Liter Rohöl flossen ins Meer. Der Mineralölkonzern BP benötigte Monate, um das Leck zu schließen, welches sich in 1500 Meter Tiefe befand.
Anfangs wurde täglich in der Presse von der Ölkatastrophe berichtet, inzwischen ist kaum noch etwas über das Unglück zu hören oder zu lesen. Dennoch sind die Folgen weitaus schlimmer, als anfangs angenommen und ein Ende ist nicht absehbar.
Greenpeace Experten haben die Golfküste von Louisiana bis Florida untersucht und fanden dort überall Öl. Mit jeder Strömung gelangt erneut Öl an den Strand. Betroffen sind viele Naturschutzgebiete, in denen Meeresschildkröten ihre Eier ablegen und seltene Seevögel brüten.
Die Menschen entlang der Golfküste schweben nach der Ölkatastrophe zwischen Hoffen und Bangen. BP Mitarbeiter transportieren Tonnen Öl-Sand-Gemisch in Plastiksäcken ab. Der Zutritt für die Öffentlichkeit ist verboten, niemand weiß, was genau geschieht und wie es derzeit dort aussieht.
Viele Menschen sind entsetzt über das Verhalten von BP und auch darüber, dass BP schon weiter im Golf von Mexico Tiefseebohrungen vornimmt. Eine Technik, die genauso wenig kontrollierbar ist, wie Atomkraftwerke.
Ein Umstieg auf alternative Energien ist für die Menschheit unumgänglich. Kurzfristiger Profit einiger Konzerne zu Lasten der Umwelt kann nicht mehr toleriert werden. Es gibt Möglichkeiten und Alternativen, die gilt es zu fördern und auszubauen. Nur so können unser Planet und damit auch die Bevölkerung überleben.