Ölkatastrophe

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Folgen der Ölkatastrophe

Donnerstag, Mai 26th, 2011

Vor einem Jahr fand das verheerende Unglück auf der Ölplattform Deepwater Horizon statt. Die Folgen sind bis heute nicht absehbar.

Bei der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon vor einem Jahr starben elf Arbeiter und 780 Millionen Liter Rohöl flossen ins Meer. Der Mineralölkonzern BP benötigte Monate, um das Leck zu schließen, welches sich in 1500 Meter Tiefe befand.

Anfangs wurde täglich in der Presse von der Ölkatastrophe berichtet, inzwischen ist kaum noch etwas über das Unglück zu hören oder zu lesen. Dennoch sind die Folgen weitaus schlimmer, als anfangs angenommen und ein Ende ist nicht absehbar.

Greenpeace Experten haben die Golfküste von Louisiana bis Florida untersucht und fanden dort überall Öl. Mit jeder Strömung gelangt erneut Öl an den Strand. Betroffen sind viele Naturschutzgebiete, in denen Meeresschildkröten ihre Eier ablegen und seltene Seevögel brüten.

Die Menschen entlang der Golfküste schweben nach der Ölkatastrophe zwischen Hoffen und Bangen. BP Mitarbeiter transportieren Tonnen Öl-Sand-Gemisch in Plastiksäcken ab. Der Zutritt für die Öffentlichkeit ist verboten, niemand weiß, was genau geschieht und wie es derzeit dort aussieht.

Viele Menschen sind entsetzt über das Verhalten von BP und auch darüber, dass BP schon weiter im Golf von Mexico Tiefseebohrungen vornimmt. Eine Technik, die genauso wenig kontrollierbar ist, wie Atomkraftwerke.

Ein Umstieg auf alternative Energien ist für die Menschheit unumgänglich. Kurzfristiger Profit einiger Konzerne zu Lasten der Umwelt kann nicht mehr toleriert werden. Es gibt Möglichkeiten und Alternativen, die gilt es zu fördern und auszubauen. Nur so können unser Planet und damit auch die Bevölkerung überleben.

Ölpest schlimmer als erwartet

Freitag, Juli 23rd, 2010

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexico nimmt weit schlimmere Ausmaße an, als anfangs angenommen. Selbst die pessimistischsten Vorhersagen zu Beginn werden jetzt noch übertroffen.

Die Menge des Öls, die bislang ins Meer gesprudelt ist, ist nach neuesten Schätzungen der Experten viel höher, als angenommen. Es seien pro Tag zwischen 2700 und 4500 Tonnen Öl ins Meer geflossen sein, bevor der Auffangbehälter von dem Ölkonzern BP installiert worden ist. Das gab die US-Geologie-Behörde bekannt. Zuvor lagen die Schätzungen bei 1600 und 3400 Tonnen Öl.

Das ist bereits das dritte Mal, dass die Schätzungen über das ausgetretene Öl massiv nach oben korrigiert wurden. Es ist keinesfalls sicher, ob diese Zahlen stimmen, vielleicht ist es in echt noch viel mehr Öl, welches den Ozean verpestet.

Angesichts des Desasters wächst die Wut auf BP, sowohl bei der US-Regierung, als auch bei der Bevölkerung. Der Aufsichtsratsvorsitzende von BP, Carl-Henric Svanberg, soll am kommenden Mittwoch dem US-Präsidenten Barack Obama eine Erklärung über die weitere Vorgehensweise abgeben.

Vor allem sei BP für die gesamten Kosten verantwortlich, hieß es von Seiten der US-Regierung. Das hilft den Tieren und Pflanzen im Meer allerdings nicht weiter. Auch die 11 Menschen, die bei der Explosion ums Leben gekommen sind und Familien zurückgelassen haben, werden davon nicht wieder lebendig.

Konzessionsverlängerung für Bohrinsel “Mittelplate”

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Umweltschützer reagierten mit heftiger Kritik auf die Konzessionsverlängerung der Bohrinsel “Mittelplate” im Wattenmeer vor der deutschen Nordseeküste.

Sie warnten vor den Folgen einer weiteren Ölkatastrophe, wie sie derzeit bei der bislang größten Ölkatastrophe am Golf von Mexico zu beobachten sind. Das Wattenmeer ist ein sehr empfindliches Ökosystem, dort sollte man nichts riskieren, so argumentieren die Umweltschützer. Der Unfall im Golf von Mexiko sollte eine Warnung sein, so der Vorsitzender der Naturschutzorganisation BUND, Hubert Weiger. Im Falle einer Ölkatastrophe benötigte das Ökosystem im Wattenmeer viele Jahrzehnte, um sich zu erholen, meinte er. Viele Meeresbewohner und Seevögel würden qualvoll verenden, so wie wir es derzeit am Gof von Mexiko beobachten können.

Die Konzessionsverlängerung geht bis 2041, trotz der Klassifizierung als Weltnaturerbe vor einem Jahr. Schon vor einem Jahr war die Plattform der UNESCO ein Dorn im Auge.

Ein Auslaufen der Genehmigung für Mittelplate müsste nicht das Ende der Ölförderung bedeuten. Auch vom Festland aus können durch Querbohrungen genau dieselben Ölquellen angezapft werden. Es gibt natürlich keine völlig sichere Ölförderung, aber dennoch sollte die Ölindustrie stärker in die Verantwortung gezogen werden. Außerdem sollten Präventivmaßnahmen getroffen werden, Förderverbote in sensiblen Gebieten wären ein Ansatz. Dazu zählen auch die Arktis und die Tiefsee.

Obama wütend auf BP

Samstag, Juni 12th, 2010

Obama wirft dem Ölkonzern BP vor, dass sie nicht genug für die Bekämpfung der Ölpest unternehme. Inzwischen hat die Ölpest sogar schon die Küste von Texas erreicht.

Die eingesetzte Chemikalie, die BP zur Bekämpfung der Ölpest verwendet hat, macht das Öl nur unsichtbar, die Auswirkungen auf das Ökosystem sind jedoch keinesfalls absehbar. Auch ist es bis heute noch nicht erfolgreich gelungen das Leck zu stopfen. Es fließt nach wie vor eine große Menge Öl ins Meer, wahrscheinlich viel mehr als vermutet.

Der große britische Energiekonzern BP beteuert dagegen, dass ihn die Ölkatastrophe bislang 1,25 Milliarden Dollar gekostet hätte. Es seien etwa 37.000 Entschädigungsforderungen eingegangen, teilte das Unternehmen bei der letzten Pressekonferenz mit. Es seien Forderungen in Höhe von 48 Millionen Dollar erfüllt worden, nachdem Obama den Ölkonzern aufgefordert hatte bei den Zahlungen an die Betroffenen an der US-Südküste nicht zu knausern.

Mithilfe einer neuen Methode, für die ein Trichter über die abgeschnittene Steigleitung des Bohrlochs gestülpt worden war, konnte zwar einiges an Öl abgefangen werden, wie viel jedoch weiterhin ins Meer fließt weiß niemand.
Außerdem bohrt BP weitere Entlastungslöcher, die den Druck auf das Bohrloch verringern sollen, diese sollen aber erst im August fertig werden.

Der ganze Aufwand, mit den vergeblichen Versuchen BPs die Katastrophe zu stoppen, wäre vermeidbar gewesen, wenn der Konzern von vornherein gewisse Sicherheitsmaßnahmen eingehalten hätte. Diese sind in anderen Ländern schon längst Pflicht. Jetzt wissen sie nicht mehr weiter, aber es scheint ihnen egal zu sein, schließlich verdienen sie sehr viel Geld mit ihrem Öl. Und Geld zählt für sie mehr als Leben und Natur.

Bislang größte Ölkatastrophe

Dienstag, Mai 4th, 2010

Die vielleicht bislang größte Ölkatastrophe im Golf von Mexico, deren Folgen noch lange nicht absehbar sind, lässt nicht nur Umweltschützer vor Sorge verzweifeln.

Die Ölkatastrophe, verursacht durch ein Leck auf der BP-Bohrinsel im Golf von Mexico, nimmt Ausmaße an, die mit keiner vorangegangenen Ölpest zu vergleichen sind. Aus der gesunkenen Plattform laufen schätzungsweise immer noch täglich 800 000 Liter Öl ins Meer.
Der Ölteppich erstreckt sich inzwischen über 10 000 Quadratkilometer, das entspricht einer Fläche, die halb so groß wie das Bundesland Hessen ist.

Die Golfküste der USA ist von einer der größten Umweltkatastrophen, die es je gegeben hat, bedroht.

Vor allem das stürmische Wetter, erschweren die Bemühungen die Ölpest einzudämmen. Der Ölfilm hat bereits Louisiana erreicht. Für die am stärksten betroffenen Gebiete im Golf von Mexico wurde von der US-Regierung ein Fischfang-Verbot verhängt, was für die dortigen Fischer erhebliche finanzielle Verluste bedeutet. Voraussichtlich werden Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe entstehen.

Der Chef des Ölkonzerns BP hat zwar zugesichert, die Kosten zu übernehmen, allerdings kann nicht alles mit Geld ausgeglichen werden.

Die Tier- und Pflanzenwelt, die durch die Ölpest zerstört wird, ist unwiderruflich vernichtet. Viel wichtiger wäre es, die Sicherheitsvorkehrungen besser zu kontrollieren und strengere Auflagen für die Ölkonzerne zu erlassen.