Golf von Mexico

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Ölpest schlimmer als erwartet

Freitag, Juli 23rd, 2010

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexico nimmt weit schlimmere Ausmaße an, als anfangs angenommen. Selbst die pessimistischsten Vorhersagen zu Beginn werden jetzt noch übertroffen.

Die Menge des Öls, die bislang ins Meer gesprudelt ist, ist nach neuesten Schätzungen der Experten viel höher, als angenommen. Es seien pro Tag zwischen 2700 und 4500 Tonnen Öl ins Meer geflossen sein, bevor der Auffangbehälter von dem Ölkonzern BP installiert worden ist. Das gab die US-Geologie-Behörde bekannt. Zuvor lagen die Schätzungen bei 1600 und 3400 Tonnen Öl.

Das ist bereits das dritte Mal, dass die Schätzungen über das ausgetretene Öl massiv nach oben korrigiert wurden. Es ist keinesfalls sicher, ob diese Zahlen stimmen, vielleicht ist es in echt noch viel mehr Öl, welches den Ozean verpestet.

Angesichts des Desasters wächst die Wut auf BP, sowohl bei der US-Regierung, als auch bei der Bevölkerung. Der Aufsichtsratsvorsitzende von BP, Carl-Henric Svanberg, soll am kommenden Mittwoch dem US-Präsidenten Barack Obama eine Erklärung über die weitere Vorgehensweise abgeben.

Vor allem sei BP für die gesamten Kosten verantwortlich, hieß es von Seiten der US-Regierung. Das hilft den Tieren und Pflanzen im Meer allerdings nicht weiter. Auch die 11 Menschen, die bei der Explosion ums Leben gekommen sind und Familien zurückgelassen haben, werden davon nicht wieder lebendig.

Bislang größte Ölkatastrophe

Dienstag, Mai 4th, 2010

Die vielleicht bislang größte Ölkatastrophe im Golf von Mexico, deren Folgen noch lange nicht absehbar sind, lässt nicht nur Umweltschützer vor Sorge verzweifeln.

Die Ölkatastrophe, verursacht durch ein Leck auf der BP-Bohrinsel im Golf von Mexico, nimmt Ausmaße an, die mit keiner vorangegangenen Ölpest zu vergleichen sind. Aus der gesunkenen Plattform laufen schätzungsweise immer noch täglich 800 000 Liter Öl ins Meer.
Der Ölteppich erstreckt sich inzwischen über 10 000 Quadratkilometer, das entspricht einer Fläche, die halb so groß wie das Bundesland Hessen ist.

Die Golfküste der USA ist von einer der größten Umweltkatastrophen, die es je gegeben hat, bedroht.

Vor allem das stürmische Wetter, erschweren die Bemühungen die Ölpest einzudämmen. Der Ölfilm hat bereits Louisiana erreicht. Für die am stärksten betroffenen Gebiete im Golf von Mexico wurde von der US-Regierung ein Fischfang-Verbot verhängt, was für die dortigen Fischer erhebliche finanzielle Verluste bedeutet. Voraussichtlich werden Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe entstehen.

Der Chef des Ölkonzerns BP hat zwar zugesichert, die Kosten zu übernehmen, allerdings kann nicht alles mit Geld ausgeglichen werden.

Die Tier- und Pflanzenwelt, die durch die Ölpest zerstört wird, ist unwiderruflich vernichtet. Viel wichtiger wäre es, die Sicherheitsvorkehrungen besser zu kontrollieren und strengere Auflagen für die Ölkonzerne zu erlassen.