Die Ölkatastrophe im Golf von Mexico nimmt weit schlimmere Ausmaße an, als anfangs angenommen. Selbst die pessimistischsten Vorhersagen zu Beginn werden jetzt noch übertroffen.
Die Menge des Öls, die bislang ins Meer gesprudelt ist, ist nach neuesten Schätzungen der Experten viel höher, als angenommen. Es seien pro Tag zwischen 2700 und 4500 Tonnen Öl ins Meer geflossen sein, bevor der Auffangbehälter von dem Ölkonzern BP installiert worden ist. Das gab die US-Geologie-Behörde bekannt. Zuvor lagen die Schätzungen bei 1600 und 3400 Tonnen Öl.
Das ist bereits das dritte Mal, dass die Schätzungen über das ausgetretene Öl massiv nach oben korrigiert wurden. Es ist keinesfalls sicher, ob diese Zahlen stimmen, vielleicht ist es in echt noch viel mehr Öl, welches den Ozean verpestet.
Angesichts des Desasters wächst die Wut auf BP, sowohl bei der US-Regierung, als auch bei der Bevölkerung. Der Aufsichtsratsvorsitzende von BP, Carl-Henric Svanberg, soll am kommenden Mittwoch dem US-Präsidenten Barack Obama eine Erklärung über die weitere Vorgehensweise abgeben.
Vor allem sei BP für die gesamten Kosten verantwortlich, hieß es von Seiten der US-Regierung. Das hilft den Tieren und Pflanzen im Meer allerdings nicht weiter. Auch die 11 Menschen, die bei der Explosion ums Leben gekommen sind und Familien zurückgelassen haben, werden davon nicht wieder lebendig.