An der chinesischen Küste bedroht eine riesige Ölpest die Natur. Ein 300 Meter langer Ölteppich wurde an der Küste entdeckt.
Nach der verheerenden Ölkatastrophe am Golf von Mexico, deren endgültigen Auswirkungen auf die Natur immer noch nicht absehbar sind, droht nun eine neue Katastrophe. Im Gelben Meer an einem Badestrand in der nördlichen Provinz Hebei ist ein riesiger Ölteppich festgestellt worden. Dieser sei auf einem Störfall an einem Ölfeld in der Bohai-Bucht zurückzuführen, so die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Auch an der nordöstlichen Provinz Liaoning sind Ölpartikel entdeckt worden.
Die chinesischen Behörden wollten den Vorfall erst geheim halten, mehrere Wochen kamen keine Informationen an die Öffentlichkeit. Vermutlich sind weitläufige Küstenflächen verseucht, genaue Angaben sind derzeit nicht möglich. Auch die chinesische Bevölkerung sei sich der Gefahr nicht bewusst, so die chinesische Greenpeace-Aktivistin Li Yan.
Eins steht jedoch fest: durch die Ölpest ist eine enorme Fläche im Gelben Meer verseucht worden, sechs Mal so groß wie Singapur. Aus dem Leck tritt weiterhin Öl aus und die Folgen sind auch bei dieser Ölkatastrophe nicht absehbar. Die chinesischen Ölfirmen stehen zwar auf Grund mehrerer Störfälle in der Kritik, aber Fakt ist, dass Tiefseebohrungen allgemein riskant sind und es überall zu Katastrophen kommen kann.
Die Ölpest an der chinesischen Küste ist ein weiteres Warnsignal und sollte dazu führen, dass mehr in die Entwicklung alternativer Energien investiert wird. Unsere Zukunft liegt nicht in der Atomkraft, aber auch nicht in Öl oder Kohle. Solarenergie und Windenergie sind noch lange nicht ausreichend erforscht. Da gibt es noch viel Potential, um diese Energiequellen zu verbessern. Das ist die einzige Möglichkeit, unseren Planeten auf Dauer zu erhalten.