Mai, 2011

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Erneute Anti-Atomkraft-Demos

Samstag, Mai 28th, 2011

Heute, am 28.05.2011, war wieder ein großer Tag der Anti-Atomkraft Bewegung. 160 000 Menschen demonstrierten in über 20 deutschen Großstädten.

Atomkraft-Schluss! So lautete das Motto der heutigen Anti-Atomkraft-Demonstrationen in über 20 deutschen Großstädten. Die Mehrheit der Bevölkerung fordert einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie und einen Umstieg auf alternative Energien. Das kann niemand mehr leugnen.

Die Beteiligung an den Anti-Atomkraft Demonstrationen war in allen deutschen Großstädten sehr hoch. Hier eine Übersicht der Teilnehmerzahlen in den einzelnen Städten:

Berlin: 25000
Hamburg: 20000
Frankfurt am Main: 8000
Kiel: 3500
Bremen: 3900
Hannover: 12000
Göttingen: 3500
München: 25000
Fürth: 8000
Landshut: 8500
Mannheim: 4100
Freiburg: 10000
Ulm: 4000
Bonn: 7500
Münster: 7000
Essen: 3500
Mainz: 2500
Dresden: 3200
Magdeburg: 750
Güstrow: 700
Erfurt: 1000

Die Zahlen sprechen für sich. Politiker aller Parteien müssen sich mehr für alternative Energien einsetzen, ansonsten werden sie dem Willen der Bevölkerung nicht gerecht.

Alle Anti-Atomkraft-Demos verliefen weitgehend friedlich, mit sehr kreativen und eindrucksvollen Plakaten und Bannern. Das zeigt erneut, wie wichtig der Atomausstieg der Mehrheit der Bevölkerung ist. Viele Menschen zahlen auch freiwillig mehr Geld für grünen Strom. Ein Umstieg auf alternative Energien würde die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung nicht nur zufriedenstellen, sondern auch beruhigen.

Folgen der Ölkatastrophe

Donnerstag, Mai 26th, 2011

Vor einem Jahr fand das verheerende Unglück auf der Ölplattform Deepwater Horizon statt. Die Folgen sind bis heute nicht absehbar.

Bei der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon vor einem Jahr starben elf Arbeiter und 780 Millionen Liter Rohöl flossen ins Meer. Der Mineralölkonzern BP benötigte Monate, um das Leck zu schließen, welches sich in 1500 Meter Tiefe befand.

Anfangs wurde täglich in der Presse von der Ölkatastrophe berichtet, inzwischen ist kaum noch etwas über das Unglück zu hören oder zu lesen. Dennoch sind die Folgen weitaus schlimmer, als anfangs angenommen und ein Ende ist nicht absehbar.

Greenpeace Experten haben die Golfküste von Louisiana bis Florida untersucht und fanden dort überall Öl. Mit jeder Strömung gelangt erneut Öl an den Strand. Betroffen sind viele Naturschutzgebiete, in denen Meeresschildkröten ihre Eier ablegen und seltene Seevögel brüten.

Die Menschen entlang der Golfküste schweben nach der Ölkatastrophe zwischen Hoffen und Bangen. BP Mitarbeiter transportieren Tonnen Öl-Sand-Gemisch in Plastiksäcken ab. Der Zutritt für die Öffentlichkeit ist verboten, niemand weiß, was genau geschieht und wie es derzeit dort aussieht.

Viele Menschen sind entsetzt über das Verhalten von BP und auch darüber, dass BP schon weiter im Golf von Mexico Tiefseebohrungen vornimmt. Eine Technik, die genauso wenig kontrollierbar ist, wie Atomkraftwerke.

Ein Umstieg auf alternative Energien ist für die Menschheit unumgänglich. Kurzfristiger Profit einiger Konzerne zu Lasten der Umwelt kann nicht mehr toleriert werden. Es gibt Möglichkeiten und Alternativen, die gilt es zu fördern und auszubauen. Nur so können unser Planet und damit auch die Bevölkerung überleben.

Umstieg auf erneuerbare Energien

Mittwoch, Mai 11th, 2011

Der Präsident der Münchner Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) Hans-Jörg Bullinger, sagt, dass der Energiebedarf in Deutschland bis spätesten 2050 komplett aus erneuerbaren Energien bezogen werden könnte.

Der Präsident der Münchner Fraunhofer-Gesellschaft Hans-Jörg Bullinger war schon vor der Atomkatastrophe in Japan, Fukushima, dieser Ansicht, allerdings hatte er es vorher noch schwerer, seine Meinung durchzusetzen. Hans-Jörg Bullinger ist dieser Überzeugung und damit steht er nicht alleine.

Bis 2030 sind für den kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien Investitionen nötig, das bestreitet niemand. 2015 würden diese ihren Höhepunkt erreichen, die benötigten Gelder betrugen dann 17,5 Milliarden Euro. Das klingt erst mal viel, aber bei genauer Hinsicht ist es das gar nicht. Es gilt nur zu vergleichen, was für andere Projekte von Seiten der Regierung ausgegeben wird. Und mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien werden unsere Zukunft und die unserer Kinder gesichert.

Ab 2030 würde sich die Energiewende sogar bezahlt machen. Über grünen Strom und grüne Wärme können bis 2050 etwa 730 Milliarden Euro an Ausgaben eingespart werden. Die Zahlen sprechen für sich, da ist kein weiterer Kommentar nötig.