Anti-Atomkraft Demos fanden heute in vier deutschen Großstädten statt. Egal ob in Berlin, Hamburg, Köln oder München, die Atomkraft Gegner waren überall aktiv.
Die heutigen Anti-Atomkraft Demos zeigen erneut, wie viele Menschen bereit sind für eine Zukunft ohne Atomkraft auf die Straße zu gehen. Immer wieder waren die Forderungen nach alternativen Energien zu hören und zahlreiche Stände, beispielsweise von Greenpeace, boten Flyer und Informationen für einen Wechsel zu grünen Strom an.
Die Teilnehmerzahlen waren in allen Städten beeindruckend hoch, da kann niemand mehr behaupten, dass es sich bei den Atomkraft Gegnern um eine Minderheit in der Bevölkerung handelt. In Berlin wurden rund 120 000 Teilnehmer geschätzt, 50 000 in Hamburg, in München und Köln waren es ca. 40 000. Es war die größte Anti-Atom Demo deutschlandweit seit vielen Jahren, wenn nicht sogar die Größte überhaupt.
Was ich persönlich fast erschreckend und traurig fand, war die Tatsache, dass ich viele begeisterte und engagierte Jugendliche gesehen habe, die mit vollem Einsatz und phantasievollen Transparenten gegen Atomkraft demonstrierten. Viele waren erst 12 oder 13 Jahre. Da musste ich an meine Jugend denken, mit der gleichen Begeisterung und Überzeugung habe ich auch demonstriert. Und in der festen Annahme, den Atomausstieg zu bewirken. Jetzt, 30 Jahre später, versuchen die Jugendlichen das Gleiche. Aber wenn es ihnen nicht gelingt, dann haben sie eine verstrahlte Zukunft vor sich, die sicherlich nicht lebenswert ist.
Wer selbst etwas tun will, der kann jetzt Stromanbieter wechseln und seinen Strom ohne Atomkraft aus alternativen Energien beziehen. Jeder Erwachsene sollte das tun, nicht für sich selbst, sondern für die Kinder und Enkelkinder.