März, 2011

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Anti-Atomkraft Demos

Samstag, März 26th, 2011

Anti-Atomkraft Demos fanden heute in vier deutschen Großstädten statt. Egal ob in Berlin, Hamburg, Köln oder München, die Atomkraft Gegner waren überall aktiv.

Die heutigen Anti-Atomkraft Demos zeigen erneut, wie viele Menschen bereit sind für eine Zukunft ohne Atomkraft auf die Straße zu gehen. Immer wieder waren die Forderungen nach alternativen Energien zu hören und zahlreiche Stände, beispielsweise von Greenpeace, boten Flyer und Informationen für einen Wechsel zu grünen Strom an.

Die Teilnehmerzahlen waren in allen Städten beeindruckend hoch, da kann niemand mehr behaupten, dass es sich bei den Atomkraft Gegnern um eine Minderheit in der Bevölkerung handelt. In Berlin wurden rund 120 000 Teilnehmer geschätzt, 50 000 in Hamburg, in München und Köln waren es ca. 40 000. Es war die größte Anti-Atom Demo deutschlandweit seit vielen Jahren, wenn nicht sogar die Größte überhaupt.

Was ich persönlich fast erschreckend und traurig fand, war die Tatsache, dass ich viele begeisterte und engagierte Jugendliche gesehen habe, die mit vollem Einsatz und phantasievollen Transparenten gegen Atomkraft demonstrierten. Viele waren erst 12 oder 13 Jahre. Da musste ich an meine Jugend denken, mit der gleichen Begeisterung und Überzeugung habe ich auch demonstriert. Und in der festen Annahme, den Atomausstieg zu bewirken. Jetzt, 30 Jahre später, versuchen die Jugendlichen das Gleiche. Aber wenn es ihnen nicht gelingt, dann haben sie eine verstrahlte Zukunft vor sich, die sicherlich nicht lebenswert ist.

Wer selbst etwas tun will, der kann jetzt Stromanbieter wechseln und seinen Strom ohne Atomkraft aus alternativen Energien beziehen. Jeder Erwachsene sollte das tun, nicht für sich selbst, sondern für die Kinder und Enkelkinder.

Atomunglück in Japan

Dienstag, März 15th, 2011

Das Atomunglück in Japan ist weitaus schlimmer, als zuerst angenommen. Die endgültigen Folgen der Katastrophe sind noch lange nicht absehbar.

Das Atomunglück in Japan regt auch in Deutschland die Diskussion um die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wieder an. Aber musste wirklich erst so ein schlimmes Unglück geschehen, damit Politiker einsehen, dass Atomkraft der Vergangenheit angehören muss?
Atomkraftwerke sind nicht kontrollierbar, das zeigt das jüngste Unglück in Japan.

Atomkraftbefürworter haben immer argumentiert, dass Tschernobyl nur passiert ist, weil das Atomkraftwerk dort veraltet war. Japan verfügt jedoch über modernste Sicherheitsstandards und angeblich waren die Kraftwerke auch erdbebensicher gebaut. Trotzdem sind in Fukushima mehrere Reaktoren außer Kontrolle geraten. Eine Kernschmelze, wie in Tschernobyl ist sehr wahrscheinlich. Fest steht, dass bereits gesundheitsschädliche radioaktive Strahlung ausgetreten ist, selbst in Tokio wurden erhöhte Werte gemessen.

Bei uns in Deutschland sollen nun die veralteten Atomkraftwerke ausgesetzt werden. Das ist jedoch eine Farce. Es ist kein Ausstieg aus der Atomenergie, es ist Wahlkampf. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist gegen Atomkraft, daher das Einlenken der Bundesregierung.

Das Atomunglück in Japan wird noch viele Opfer fordern und der einzige Weg, wie so etwas in Zukunft zu vermeiden wäre, wäre eine vermehrte Investition in alternative Energien. Ein Atomunglück ist mit keinem anderen Unglück zu vergleichen, weil die Gegend rund um den Reaktor für ewig verstrahlt ist. Zumindest für unsere Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder, Ururenkelkinder……

Diskussion um E10

Donnerstag, März 10th, 2011

E10 wird derzeit viel diskutiert. Manche Autofahrer sind verunsichert und wissen nicht, ob der Ethanol Kraftstoff für ihr Auto verträglich ist.

E10 ist ein Ottokraftstoff mit 10 Prozent Anteil an Ethanol. Das ist ein relativ geringer Anteil an Ethanol, es gibt auch E85, dieser Kraftstoff enthält 85 Prozent Ethanol. Ein 5 prozentiger Anteil an Ethanol wird nicht als Ethanol-Kraftstoff bezeichnet, sondern als Benzin. E5 ist für alle Autos verträglich, dafür benötigt man keine spezielle Umrüstung.

In der Europäischen Union soll bis 2020 der Ethanol Anteil im Benzin auf 10 Prozent erhöht werden. Die neue Regelung wurde beschlossen, damit das Klima geschont und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert wird. Durch die Beimischung von Biokraftstoffen wäre dies möglich.

Allerdings ist E10 nicht nur wegen seiner Verträglichkeit umstritten. Der Bund Naturschutz findet beispielsweise, dass mit dem Anbau von großen Flächen Weizen, Mais und Zuckerrüben für die Herstellung von Bioethanol, sogar höhere Kohlendioxid-Emissionen entstehen können, als das bei der Gewinnung von herkömmlichem Kraftstoff der Fall wäre.

Greenleaks für die Umwelt

Dienstag, März 1st, 2011

Nach dem Vorbild von Wikileaks gibt es jetzt eine neue Plattform, Greenleaks, die sich besonders mit den Themen Umwelt und Gesundheit beschäftigt.

Greenleaks soll Verstöße gegen die Umwelt an die Öffentlichkeit bringen und die Bevölkerung informieren, genauso wie Wikileaks dies im politischen Bereich handhabt. Der Gründer dieser Internetseite ist Scott Millwood. Er hat mit dem Gründer von Wikileaks, Julian Assange, nicht nur die Idee Missstände aufzudecken gemeinsam. Er ist ebenfalls Australier, allerdings lebt er derzeit in Berlin. Er will Menschen helfen ihre Lebensumstände in Bezug auf die Umwelt zu verbessern und baut ein Netz aus Gleichgesinnten auf.

Globale, aber auch lokale Umweltthemen sollen öffentlich gemacht werden. Scott Millwood, Umweltjournalist und Rechtsanwalt, will keinesfalls wahllos Dokumente veröffentlichen. Genauso wie bei Wikileaks sollen die Informationen geprüft werden und der Informant geschützt sein. Bis jetzt gibt es zwei Postfächer, an die Informationen geschickt werden können. Eines befindet sich in Deutschland und eines in Australien. Aber es sollen noch weitere Postfächer in anderen Ländern folgen.

Es war klar, dass Wikileaks nur der Beginn einer unaufhaltsamen Entwicklung ist. Da können sich die Amerikaner noch so quer stellen und versuchen Julian Assange mundtot zu machen. Die Idee ist nicht mehr aufzuhalten. Ob andere Portale jedoch die Popularität von Wikileaks erreichen ist fraglich. Wikileaks Erfolg liegt gewiss auch in der schillernden Persönlichkeit von Julian Assange, auch wenn manche Charaktereigenschaften von ihm umstritten sind.

Ein Portal, welches Umweltsünder bloßstellt ist aber in jedem Fall ein Vorteil für unsere Umwelt. Vielleicht hält es doch einige Wirtschaftsbosse und Politiker davon ab, sich für das Geld und gegen die Umwelt zu entscheiden.