Die 190 Teilnehmerstaaten des Klimagipfels in Cancún haben sich in der Nacht zum Samstag auf die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels geeinigt.
Die Erderwärmung soll auf 2 Grad begrenzt werden, über eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Darin wird den Industriestaaten die Emissionsminderung vorgeschrieben.
Die UN-Konferenz im mexikanischen Cancún hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Erderwärmung beschlossen. Die Teilnehmerstaaten bekannten sich erstmals geschlossen zur Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad. Die Fortschreibung des Kyoto-Protokolls wurde ebenfalls beschlossen.
Die mexikanische Außenministerin und Konferenzpräsidentin Patricia Espinosa meinte, die Beschlüsse stellten „eine neue Ära der internationalen Zusammenarbeit beim Klimawandel“ dar. Die Vorsitzende des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, ist der Ansicht, dass die Staaten in Cancún ein klares Signal zum Klimaschutz gegeben hätten.
Es war kein leichter Beschluss, aber die beteiligten Staaten wollen gemeinsam zu dem Ziel kommen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Ende 2010 soll im südafrikanischen Durban (bei der nächsten Klimakonferenz) ein konkretes Vorgehen für die Verringerung des weltweiten Treibhausgasausstoßes vereinbart werden. Außerdem soll die Erderwärmung bis zum Jahre 2015 auf 1,5 Grad begrenzt werden.
Zusätzlich beschlossen die Teilnehmer der Klimakonferenz ein Waldschutzprogramm, als auch einen Grünen Klima-Fonds für die Verringerung des Klimawandels in Entwicklungsländern.
Greenpeace meinte, Cancún habe „die Grundpfeiler für einen globalen Klimaschutzvertrag“ gelegt. Die Beschlüsse müssten allerdings noch verbessert und ausgearbeitet werden. Kritik gab es vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), es fehle an konkreter Emissionsminderungszusagen, so die Aussage.
Die Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt die in Cancún beschlossenen Klimaschutzpakete. Aber auch sie sind für weitere Verbesserungen und Ausarbeitungen.
Einig sind sich alle Umweltschutzorganisationen, dass sie Ergebnisse des Klimagipfels ein guter Anfang sind, aber die Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus.