Oktober, 2010

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Längere AKW-Laufzeiten beschlossen

Samstag, Oktober 30th, 2010

Die Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Atomkraftwerke wurde am Donnerstag den 21.10. 2010 im Bundestag beschlossen.

Die Mehrheit von Union und FDP setzte sich gegen SPD, Linke und Grüne durch. Das neue Gesetz erlaubt den zum Teil maroden Kraftwerken bis zu zwölf Jahre länger am Netz zu bleiben, als es bisher geplant war. Dieser Beschluss geschah, als in der Nähe des Reichstagsgebäudes tausende Menschen gegen das Regierungsvorhaben demonstrierten.

Die Meinung der Bevölkerung wurde bei dieser Entscheidung völlig ignoriert. Selbst ein Banner vom Dach des Konrad-Adenauer-Hauses – der CDU-Zentrale in Berlin – von Greenpeace-Aktivisten entrollt, konnte an der Entscheidung nichts ändern. Auf dem Banner prosteten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, zu.

Der rot-rote Senat in Berlin hat angekündigt, dass er eine Klage einreichen wird, falls die Regierung das neue Atomgesetz ohne den Bundesrat umsetzt.

Das kündigten der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) an. Wowereit meinte, eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ohne Beteiligung der Länder sei nicht legal.

Die Linken-Politikerin findet den Beschluss der Bundesregierung sei ein Kuschen gegenüber der Atomlobby. Ein Rechtsstreit in Karlsruhe sei nicht mehr weg zu denken. Vor allem, weil der Atomausstieg beschlossene Sache war.

Wowereit kündigte an, sich hinsichtlich rechtlicher Schritte auch mit anderen Bundesländern abzustimmen, das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen. Vor allem weil die schwarz-gelbe Regierungskoalition im Bundesrat keine Mehrheit hat.

Anti-Atom-Demo in München

Donnerstag, Oktober 7th, 2010

Am Samstag (9. Oktober 2010) organisieren Parteien und Verbände vom linken Spektrum bis hin zum bürgerlich-konservativen Lager eine Menschenkette durch München, die zehn Kilometer lang werden soll.

Damit soll gegen die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke demonstriert werden. Die Hauptorganisatoren sind SPD und Grüne.

Die SPD hat für die Veranstaltung mehr als 100.000 Flugblätter drucken lassen. “Auch die Österreicher kommen, die SPÖ schickt Busse”, so SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen.

Gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung will die Bundesregierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern, obwohl der Ausstieg aus der Atomenergie längst beschlossene Sache war. Vor allem sind viele Menschen darüber verärgert, da es inzwischen sehr viele alternative Energien gibt, beispielsweise Solarenergie oder Windenergie. Bayern ist besonders von dieser Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke betroffen.

Die geplante Großdemo in München soll für mehr Sicherheit, Klimaschutz und erneuerbare Energien sorgen. Alle Bürger der Stadt und in Deutschland sind herzlich willkommen. Jeder kann etwas tun und die Zukunft unseres Landes verbessern.

Folgender Ablauf ist geplant:

• 13:00 Uhr: Treffen an den drei Sammelplätzen Königsplatz, Staatskanzlei und Prinzregentenplatz
• 14:00 Uhr: Zehn Kilometer lange Menschenkette zwischen den Zentralen der Atomlobby in München
• 15:00 Uhr: Abschlussdemo auf dem Odeonsplatz
• Anschließend können Sie die Bands Biermösl Blosn, Haindling, Hans Söllner, Christoph Süß genießen