Mai, 2010

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Kein Ende der Ölkatastrophe in Sicht

Dienstag, Mai 25th, 2010

Einen Monat nach dem Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexico ist kein Ende absehbar. Die US-Regierung hat zwar den Druck auf den Ölkonzern BP erhöht, aber das Leck ist noch lange nicht geschlossen.

Eine Explosion auf der Bohrinsel, die von dem britischen Konzern BP genutzt wird, verursachte am 20 April das Leck und seitdem sind mindestens 23.000 Tonnen Öl ins Meer geströmt. Manche Experten sprechen sogar von über 40.000 Tonnen Öl.

Erst seit einer Woche wird ein Teil des Öls mit einer Rohrleitung aus dem Bohrloch abgesaugt, am Wochenende nahm die auf diese Weise aufgefangene Ölmenge jedoch deutlich ab. Die Ursache ist unklar. Ab nächster Woche soll ein Versuch gestartet werden das Leck mit Schlamm und Zement zu stopfen.

Bis das Bohrloch geschlossen ist, will BP eine umstrittene Chemikalie zur Bekämpfung der Ölpest einsetzen. Die Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem sind allerdings keinesfalls ausreichend erforscht.

Man kann viele Zahlen lesen, wie viel die Ölkatastrophe bislang gekostet hat und was sie noch kosten wird, aber die Umweltzerstörung und die Tiere und Pflanzen, die unwiderruflich zerstört und getötet sind kann man nicht in Zahlen ausdrücken.

Neu entwickelte Photovoltaik-Lärmschutzwand

Sonntag, Mai 16th, 2010

Green City Energy und Rau Lärmschutzsysteme haben eine neue Photovoltaik-Lärmschutzwand entwickelt. Sie kombinierten naturnahes Bauen mit Solarenergie.

Die integrierten Photovoltaik-Module erzeugen genügend Solarstrom um 50 Haushalte pro Jahr zu versorgen. Dieses Projekt wurde im Erneuerbare-Energien-Fonds „Solarpark Deutschland 2010“ zusammengefasst. Private Anleger können sich ab 2.500 Euro beteiligen und eine Rendite von prognostizierten 6,5 Prozent erzielen.

In Biessenhofen im Allgäu errichtete das Unternehmen Rau Lärmschutzsysteme gemeinsam min dem alternativen Münchner Energiedienstleister Green City Energy die erste ökologische Lärmschutzwand mit integrierter Solarenergie. Die Lärmschutzwand erstreckt sich über 360 Meter und wurde nun erstmals in Betrieb genommen. Sie besitzt eine Gesamtleistung von 5,6 Megawatt und spart jährlich 100 Tonnen CO2 ein.

Die Wand wird kaum wahrgenommen, da sie gut eingebettet in das Landschaftsbild ist. Die naturnahe Bauweise, als auch die Umweltaspekte machen das Projekt zum Zukunftsmodell.

Die Kombination von ökologischen Lärmschutz und Solarenergie ist einzigartig und diese Idee wird sich vielleicht auch für andere Städte und Gemeinden durchsetzen. Auch für Unternehmen und private Anleger hat dieses Projekt seinen Reiz.

Bislang größte Ölkatastrophe

Dienstag, Mai 4th, 2010

Die vielleicht bislang größte Ölkatastrophe im Golf von Mexico, deren Folgen noch lange nicht absehbar sind, lässt nicht nur Umweltschützer vor Sorge verzweifeln.

Die Ölkatastrophe, verursacht durch ein Leck auf der BP-Bohrinsel im Golf von Mexico, nimmt Ausmaße an, die mit keiner vorangegangenen Ölpest zu vergleichen sind. Aus der gesunkenen Plattform laufen schätzungsweise immer noch täglich 800 000 Liter Öl ins Meer.
Der Ölteppich erstreckt sich inzwischen über 10 000 Quadratkilometer, das entspricht einer Fläche, die halb so groß wie das Bundesland Hessen ist.

Die Golfküste der USA ist von einer der größten Umweltkatastrophen, die es je gegeben hat, bedroht.

Vor allem das stürmische Wetter, erschweren die Bemühungen die Ölpest einzudämmen. Der Ölfilm hat bereits Louisiana erreicht. Für die am stärksten betroffenen Gebiete im Golf von Mexico wurde von der US-Regierung ein Fischfang-Verbot verhängt, was für die dortigen Fischer erhebliche finanzielle Verluste bedeutet. Voraussichtlich werden Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe entstehen.

Der Chef des Ölkonzerns BP hat zwar zugesichert, die Kosten zu übernehmen, allerdings kann nicht alles mit Geld ausgeglichen werden.

Die Tier- und Pflanzenwelt, die durch die Ölpest zerstört wird, ist unwiderruflich vernichtet. Viel wichtiger wäre es, die Sicherheitsvorkehrungen besser zu kontrollieren und strengere Auflagen für die Ölkonzerne zu erlassen.