Einen Monat nach dem Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexico ist kein Ende absehbar. Die US-Regierung hat zwar den Druck auf den Ölkonzern BP erhöht, aber das Leck ist noch lange nicht geschlossen.
Eine Explosion auf der Bohrinsel, die von dem britischen Konzern BP genutzt wird, verursachte am 20 April das Leck und seitdem sind mindestens 23.000 Tonnen Öl ins Meer geströmt. Manche Experten sprechen sogar von über 40.000 Tonnen Öl.
Erst seit einer Woche wird ein Teil des Öls mit einer Rohrleitung aus dem Bohrloch abgesaugt, am Wochenende nahm die auf diese Weise aufgefangene Ölmenge jedoch deutlich ab. Die Ursache ist unklar. Ab nächster Woche soll ein Versuch gestartet werden das Leck mit Schlamm und Zement zu stopfen.
Bis das Bohrloch geschlossen ist, will BP eine umstrittene Chemikalie zur Bekämpfung der Ölpest einsetzen. Die Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem sind allerdings keinesfalls ausreichend erforscht.
Man kann viele Zahlen lesen, wie viel die Ölkatastrophe bislang gekostet hat und was sie noch kosten wird, aber die Umweltzerstörung und die Tiere und Pflanzen, die unwiderruflich zerstört und getötet sind kann man nicht in Zahlen ausdrücken.